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Geschäftsjahr 2008/09

Geschäftsjahr 2008/09: Massiver Nachfrageeinbruch - Aktuell spürbare Erholung - Kurzarbeit deutlich reduziert - gute Absatzchancen bei energieeffizienten Anwendungen

Im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise musste die Wieland-Gruppe im Geschäftsjahr 2008/09 (1.10.2008 bis 30.9.2009) einen massiven Einbruch der Nachfrage hinnehmen. So verringerte sich der Umsatz von 2.925 Mio. Euro im Vorjahr auf 1.742 Mio. Euro. Ursache dafür war neben niedrigen Metallnotierungen ein deutlicher Absatzrückgang gegenüber dem Vorjahr, und zwar von 521.000 Tonnen auf 392.000 Tonnen. Das Jahresergebnis lag bei 6 Mio. Euro (Vorjahr: 47 Mio. Euro).

Die Wieland-Werke AG mit den Werken in Ulm, Velbert-Langenberg, Villingen-Schwenningen und Vöhringen erreichte einen Umsatz von 1.186 Mio. Euro (Vorjahr: 2.087 Mio. Euro) und ein Ergebnis von 24 Mio. Euro (Vorjahr: 46 Mio. Euro).

Der Absatz fiel mit 270.500 Tonnen deutlich geringer aus als im Vorjahr (Vorjahr: 391.000 Tonnen). Der Exportanteil betrug 67 Prozent.


Geschäftsverlauf

Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise hatte dramatische Auswirkungen auf den Absatz von Wieland-Halbfabrikaten aus Kupferwerkstoffen. Der Bedarf aus nahezu allen Abnehmerbranchen ging spürbar zurück, insbesondere aus dem Fahrzeug- und Maschinenbau sowie der Elektronik und Elektrotechnik. Gleichzeitig brach die Nachfrage in den für Wieland wichtigen Marktregionen Nordamerika, Europa und Asien nahezu vollständig ein. Wegen des insgesamt schwachen Bedarfs konnten auch positive Impulse aus der Höherbewertung des US-Dollars für das Exportgeschäft mit Asien und Nordamerika kaum genutzt werden.


Kurzarbeit sichert Beschäftigung

Aufgrund der bedarfsbedingten Unterauslastung der Produktion führte die Wieland-Werke AG an allen vier Standorten ab Dezember 2008 schrittweise Kurzarbeit ein, die im März 2009 mit etwa 3.350 betroffenen Mitarbeitern ihren Höchststand erreichte. Die Zahl der Beschäftigten blieb im Vergleich zum Vorjahr auf konstantem Niveau: Für die Wieland-Gruppe waren im Geschäftsjahr 2008/09 durchschnittlich 6.465 Mitarbeiter tätig (Vorjahr: 6.491), davon 4.275 in der Wieland-Werke AG (Vorjahr: 4.332).


Investitionen

Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Wieland-Gruppe 91 Mio. Euro (Vorjahr: 123 Mio. Euro) in Sachanlagen investiert.

Die Investitionen der Wieland-Werke AG beliefen sich auf 65 Mio. Euro (Vorjahr: 78 Mio. Euro).


Metallpreise

Die Notierungen der Einsatzmetalle Kupfer, Zink, Zinn und Nickel gaben in den ersten Monaten des Geschäftsjahres deutlich nach. Mit Beginn des Jahres 2009 bewegten sie sich dagegen wieder stetig nach oben. Dies gilt insbesondere für den Kupferpreis, der sich seit einem Tiefpunkt im Dezember 2008 bis zum Ende des Geschäftsjahres verdoppelte. Die durchschnittliche Kupfernotierung ging jedoch gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent zurück.


Dividende

Am 5. März 2010 beschloss die Hauptversammlung der Wieland-Werke AG die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 10 Prozent auf das gezeichnete Kapital (Vorjahr: 20 Prozent). Die Genussrechte der Mitarbeiter wurden in diesem Jahr mit 5 Prozent verzinst.


Geschäftsjahr 2009/10:

Spürbare Erholung, Kurzarbeit deutlich reduziert

Seit Januar 2010 hat sich der Auftragszugang spürbar erholt. Diese Entwicklung resultiert vorwiegend aus dem wachsenden Bedarf an Produkten für die Elektronik und Elektrotechnik, insbesondere aus Asien. In anderen wichtigen Branchen wie Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Bauwesen gibt es dagegen noch keine Anzeichen für einen Aufschwung.

Aufgrund der verbesserten Auftragslage wurde die Kurzarbeit deutlich zurückgefahren: Im Werk Ulm befinden sich derzeit (März) etwa 350 Mitarbeiter in Kurzarbeit, im Werk Vöhringen sind es 150. Ab April wird die Kurzarbeit weiter reduziert, und zwar voraussichtlich auf circa 260 Beschäftigte. Wie nachhaltig die momentane Erholung ist, lässt sich gegenwärtig jedoch nicht zuverlässig vorhersagen. Auch eine erneute Ausweitung der Kurzarbeit ist nicht auszuschließen.


Leicht positives Ergebnis erwartet

Für das Geschäftsjahr 2009/10 wird unter den gegebenen weltwirtschaftlichen Bedingungen ein leicht positives Ergebnis erwartet.


Zukunftsthema Energie

Die Wieland-Gruppe sieht künftig gute Absatzchancen im Bereich energieeffiziente und klimaschonende Anwendungen. Dabei bieten sich für Wieland-Produkte zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise in den Branchen Elektronik und Elektrotechnik, Telekommunikation, regenerative Energien, Elektromobilität sowie Kälte-/Klima- und Heizungstechnik. Kupfer besitzt eine hervorragende elektrische und thermische Leitfähigkeit. Deshalb lassen sich durch die Verwendung von Bauteilen aus Kupferwerkstoffen der Wirkungsgrad und damit die Energieeffizienz der daraus konstruierten Anlagen und Geräte deutlich steigern.

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