Reifenventile im Pkw- und Lkw-Bereich sind Sicherheitsbauteile. Bereits seit Jahrzehnten hat sich der Grundwerkstoff Messing in Verbindung mit der Gummibeschichtung als Ventilwerkstoff bestens bewährt. Die Gründe hierfür sind:
- Gute Korrosionsbeständigkeit
- keine Tieftemperaturversprödung
- hohe Festigkeitswerte bei guter Duktilität
- gute Bearbeitbarkeit
- gute Beschichtbarkeit (Gummivulkanisierung)
In der Praxis gibt es hauptsächlich drei unterschiedliche Herstellungsverfahren:
Rückwärtsfließpressen (Warmumfomung)
Dieses Verfahren wird hauptsächlich für größere Ventile - z. B. Lkw-Ventile - eingesetzt. Für Ventile, die nur warmumgeformt und spanend bearbeitet werden, empfiehlt sich der Werkstoff Wieland-Z48 (CuZn40Pb2). Bei Ventilen, die nachträglich noch gebogen werden, erlaubt die höher kupferhaltige Legierung Wieland-Z29 (CuZn39Pb2) einen größeren Biegewinkel. Für eine hohe Prozesssicherheit bei den Verarbeitungseigenschaften bietet die Wieland-Warmpressstange deutliche Vorteile.
Rein spanende Bearbeitung aus der Vollstange
Hier wird vor allem die Legierung Wieland-Z33 (CuZn39Pb3) eingesetzt. Für Ventile, die nach der spanenden Bearbeitung noch stärker kaltumgeformt werden, empfiehlt sich die Legierung Wieland-Z21 (CuZn38Pb2) in der halbharten Qualität. Beide Legierungen bieten den Vorteil, dass wir ein großes Abmessungsspektrum lagerhaltig führen. Wieland bietet für die Zerspanungsqualität die Vorteile der Wieland W5000-Stange.
Kaltstauchverfahren
Für Ventile, die kaltgestaucht und anschließend spanend bearbeitet werden, bieten wir eine speziell entwickelte Qualität, nämlich Wieland-ZB4 (CuZn36Pb3). Diese Spezialqualität erlaubt eine besonders gute Kaltumformbarkeit und weist zudem eine sehr hohe Materialkonstanz auf.



